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Dass ihre Wasserversorgung eine riesige Infrastruktur benötigt um
das „kühle Nass“ täglich frisch nachhause liefern zu können, wissen
wenige. Umso mehr, als der überwiegende Teil dieser Infrastruktur -
ob
Leitungen,
Brunnen
oder
Behälter
-
unter der Erde liegt und kaum in Erscheinung tritt. All diese
Anlagen müssen gut gewartet, gepflegt und erneuert werden. Die
Investitionen sind tatsächlich derart groß, dass die Fixkosten einer
Wasserversorgung bei rund 80 % liegen. Diese Kosten fallen an, ob
ein Tropfen Wasser verkauft wird oder nicht.
Beim WVSB erfolgt die Wasserverteilung über ein mehr als
700 km langes Rohrnetz. In ländlichen Gebieten - mit geringerer
Siedlungsdichte als in den Städten, das
Versorgungsgebiet des
Verbandes umfasst eine Fläche von über
63 km²
- ist das Rohrnetz im Verhältnis
viel länger bzw. teurer. Verborgen im Boden stellen die
Transport- und
Anschlussleitungen
den
überwiegenden Anteil im Anlagevermögen des Wasserverbandes dar. Bei
geschätzten durchschnittlichen Erstellungskosten pro Laufmeter
Trinkwasserleitung von ca. 200 Euro ergibt dies
ein Kapital von
140 Mio. Euro!
Die Wahl der richtigen Rohre trägt erheblich zur Erhaltung der
Wasserqualität
bei. Beim Transport vom Wasserwerk zu den VerbraucherInnen kommt es
nicht nur auf höchste Hygiene und Schutz vor äußeren Einflüssen an,
sondern den Rohren wird auch eine extreme Langlebigkeit abverlangt. Entsprechend
sorgfältig werden daher die
Rohrmaterialien
und Rohrdimensionen
ausgewählt. Das Rohrnetz des WVSB besteht, je nach Einbaudatum aus
Faserzement und
Guss
(1960), Polyvinylchlorid
(PVC)
ab 1990 oder
Polyethylen
(PE)
ab 1998 und variiert im Durchmesser von 10 bis 300 mm. Der
durchschnittliche Betriebsdruck liegt zwischen 1 und 15
bar.
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