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Seit Jänner 2010, d.h. zwei Jahre lang, blieb beim WVSB der
Wasserpreis
unangetastet. Am 1. Jänner 2012 wurde er inflationsbedingt
angepasst und um 3,4 Prozent erhöht. Zur Information: Nur für
das Jahr 2011 betrug die Inflationsrate 3,3 Prozent! Als
kommunaler Betrieb ist der WVSB nicht auf Profit ausgerichtet.
Der
Wasserpreis
ist die Abgeltung des Aufwandes, um das wertvolle
Trinkwasser zu den einzelnen Haushalten in
einwandfreier
Qualität
zu liefern. Aber nicht nur!
Im Wasserpreis ist
auch der nachhaltige Betrieb enthalten. Die reizvollen ländlichen Strukturen des
Südburgenlandes wirken auf den ersten Blick idyllisch, erweisen
sich aber in Sachen Trinkwasserversorgung als besondere
Herausforderung. Beim WVSB
wirken sich daher, wie bei vielen
Trinkwasserversorgern im ländlichen Raum,
besondere
Einflussfaktoren
auf den Wasserpreis aus.
Zu diesen Einflussfaktoren zählen maßgeblich
die
Topografie
des Versorgungsgebietes (Hügelland) und die Siedlungsstruktur.
Aufgrund des weitläufigen
Versorgungsgebietes und der
langen Leitungen ist eine geringe Anschlussdichte pro km
Transportleitung gegeben. Dazu kommt beim WVSB
die Notwendigkeit dreier
Aufbereitungsanlagen
in Oberwart,
Pinkafeld
und
Güttenbach (letztere wurde erst 2010 in Betrieb
genommen).
Ihre Wasserversorgung benötigt eine riesige
Infrastruktur,
um das „kühle Nass“ täglich frisch nach Hause liefern zu können.
Der überwiegende Anteil im Anlagevermögen des
Wasserverbandes - das
Rohrnetz
liegt unter der Erde - tritt kaum in Erscheinung, stellt aber
ein Kapital von über 140 Mio. Euro dar. Alle Anlagen müssen gut
gewartet, gepflegt und erneuert werden. Die Investitionen sind
tatsächlich derart groß, dass die Fixkosten bei rund 80 Prozent
liegen und diese Kosten fallen an, ob ein Tropfen Wasser
verkauft wird oder nicht.
Ein Vergleich zeigt, dass der Wassergebührentarif -
2012 wird beim WVSB ein Liter Trinkwasser, auch in das oberste Stockwerk, umweltfreundlich,
frei Haus geliefert, gekühlt und ohne Verpackungsmaterial
0,13 Cent kosten,
ein Kubikmeter (1000 Liter) kostet 1,32 Euro
- bundesweit gesehen, sehr günstig ist.
Zur Information: In Großstädten, wie
z.B. Wien (1,735 €), Graz (1,749 €) oder Salzburg (1,439 €) sind
trotz einer empfindlichen größeren Anschlussdichte pro km die
Wassergebühren deutlich teurer. |